Das endgültige Ende einer Ära: Bei der Generalversammlung der St. Hubertus Schützengilde Rietberg ist Ehrenoberst Helmut Kammermann nach jahrzehntelangem Engagement offiziell aus der aktiven Vorstandsarbeit verabschiedet worden. Auch Alfons Höckenschnieder wurde verabschiedet – zwei neue Mitglieder wurden in den Vorstand berufen.
Helmut Kammermann prägte die Gilde über viele Jahre in verantwortungsvollen Positionen. Von 2001 bis 2015 führte er das Offizierscorps als Oberst und wurde nach seinem Abschied aus diesem Amt zum Ehrenoberst der Gilde ernannt. Anschließend blieb er dem Verein weiterhin eng verbunden und übernahm 2016 Verantwortung im Vorstand als Beisitzer – jetzt setzt er sich in den aktiven Schützen-Ruhestand. „Helmut hat organisiert und gestaltet, was ansonsten auch an den Vorsitzenden hängengeblieben wäre. Er hat uns – oft im Hintergrund – unheimlich entlastet“, dankte Stefan Kay, Vorsitzender der Gilde, dem Einsatz von Kammermann in den vergangenen zehn Jahren im Vorstand.
Ebenfalls mehr als 20 Jahre stellte sich Alfons Hökenschnieder in den Dienst der Gilde. 1983 in den Verein eingetreten, wurde Alfons 2001 zum Offizier befördert und übernahm bereits 2005 die Position des Platzmeisters im Vorstand, zuletzt über viele Jahre die Aufgabe des Schirrmeisters für die Kutschen und Kutscher beim Schützenfest. „Mit deinem Engagement, deiner Tatkraft und deinem Organisationstalent hast Du das Vereinsleben unserer Gilde über Jahrzehnte maßgeblich mitgeprägt“, lobte Stefan Kay das langjährige Vorstandsmitglied.
Mit Nino Strothoff und Claudia Fechner wurden im Nachgang zwei neue Mitglieder in den Vorstand gewählt. Ebenfalls einstimmig fiel die Wiederwahl von Markus Kauffeld, Fabian Reinkemeier, Arno Schnippenkötter und Tom Strothoff aus. Letzterer musste beim Finanzbericht zuvor ein Minus im vierstelligen Bereich verkünden – in erster Linie zurückzuführen auf eine neue Schließanlage für das Schützenheim, die Vervollständigung der Pflasterung an der Zeltfläche und gestiegene Energiekosten. Dennoch steht die Gilde finanziell weiter mehr als solide da. Daher blieb es auch bei der aktuellen Beitragsstruktur für die Mitglieder. Einstimmig fiel die Entlastung des Kassierers und des gesamten Vorstands aus.
Neben zahlreichen Ehrungen langjähriger Mitglieder stand vor allem der Ausblick auf das diesjährige Schützenfest im Mittelpunkt: Im Dezember hatte sich bei einer außerordentlichen Versammlung die überwältigende Mehrheit der anwesenden Mitglieder für eine Verlegung des Festes auf Freitag bis Sonntag statt Samstag bis Montag ausgesprochen. Dafür braucht es überarbeitete Abläufe, die Adjutant Tobias Melies vorstellte. „Uns war es wichtig, trotz der veränderten Festfolge an wichtigen Programmpunkten festzuhalten“, sagte er und stellte anschließend die Abfolge der einzelnen Tage vor. Auch Platz- und Zeltaufbau werden angepasst und optimiert. „Damit wollen wir unser beliebtes Schützenfest noch weiter verbessern“, betonte Melies.
Im Rahmen der Versammlung wurden folgende Mitglieder für ihre langjährige Treue zur St. Hubertus Schützengilde Rietberg geehrt. Seit 75 Jahren im Verein ist Johannes Lefeld, seit 60 Jahren Hermann Brüggershemke, Josef Eusterbrock, Heribert Hökenschnieder, Johannes Kollenberg, Georg Tölle, Bernhard Eusterbrock, Franz-Josef Diekneite und Ludwig Otterpohl. Vor einem halben Jahrhundert beigetreten sind Bernhard Dobschinski, Norbert Rhode, Wolfgang Stroop, Theo Verlaß, Gottfried Vinnemeier und Frank Zwick.
Vor 40 Jahren der Rietberger Gilde beigetreten sind Mario Antonacci, Pio Antonacci, Heinz Brunnert, Horst Eikenkötter, Ralf Eusterbrock, Bernhard Ewers, Franz Fiedel, Andreas Johannwiemann, Reiner Kleineheinrich, Norbert Kleinemaß, Tom Meyer, Gerd Muhle, Andreas Münster, Stefan Nolte, Hans-Georg Peitz, Ulrich Schönebeck, Robert Vasios, Bernd Oesterwiemann und Matthias Michael. 2001 und damit vor 25 Jahren traten Hubert Beumker, André Biermann, Julian Fischer, Kai Frerich, Tina Frenser, Mattis Kuper, Sebastian Lang, Sebastian Prinz und Michael Isenborth dem Verein bei.









