An Kapellensonntag endet bei der St. Hubertus Schützengilde eine Ära: Oberst Hubert Handing wird sein Amt an seinen bisherigen Adjutanten übergeben. Nach elf Jahren wird er ein letztes Mal die Kommandos geben.

Den 24. Oktober 2025 wird Hubert Handing so schnell nicht vergessen. Der wird für alle Zeiten als sein zweiter Geburtstag im Kalender stehen. An diesem Abend erleidet der Gilde-Oberst einen Herzstillstand, den er aber zum Glück ohne große Einschränkungen überlebt.
Für Hubert Handing dennoch ein Erlebnis, das ihn zum Nachdenken bewegt hat. „Man sieht, wie kurz das Leben sein kann. Ich möchte mir daher mehr Zeit für meine Familie und andere Dinge nehmen und das Schützenfest mit meiner Frau Monika anders genießen“, erläutert der Oberst seine Entscheidung. „Ich hatte immer schon im Kopf, mit 60 oder 61 das Amt in jüngere Hände zu geben. Jetzt nehme ich schon ein Jahr früher den Hut“, sagt Hubert Handing. Diese sei nach und nach gereift. Und auch wenn sie ihm sehr schwer fällt, ist er überzeugt, dass es die richtige Entscheidung ist.
Mehr als 20 Jahre Verantwortung im Offizierskorps getragen
Mit Tobias Melies steht sein bisheriger Adjutant parat, um das Amt zu übernehmen. „Tobi ist genau der richtige, um jetzt Verantwortung zu übernehmen. Ich übergebe das Amt daher auch guten Gewissens“, betont Hubert Handing. Das Amt des Adjutanten übernimmt interimsmässig Werner Hessel. Nach der Saison sollen dann die Weichen für die Zukunft gestellt werden.

2002 wurde Hubert Handing zum Offizier befördert. Nur ein Jahr später übernahm er das Amt des Standartenträgers und war damit für viele Jahre in erster Reihe aktiv. 2015 wurde er dann zum Oberst ernannt, erfüllte sich 2018 zudem den Traum, einmal selbst König der Gilde zu sein. Und in Zukunft? Bleibt die Gilde weiterhin ein wichtiger Teil seines Lebens. „Ich habe die Ämter stets mit Freude und Leidenschaft geführt. Ich werde auch weiterhin ein aktives Mitglied bleiben. Aber eben nicht mehr in erster Reihe und mit so viel Verantwortung.“

















